Firmengeschichte


Die Firma „Schalltechnik Dr.-Ing. SCHOEPS“ wurde Juni 1948 gegründet, wobei der genaue Tag nicht dokumentiert ist. In der Nachkriegszeit lief das Geschäftsleben noch nicht so geregelt wie heute. Man war im Deutschland der Nachkriegsjahre mit dem Aufbau und der Sicherung seiner Existenz beschäftigt, und so findet sich erst im Jahr 1956 die erste offizielle Eintragung in das Handelsregister der IHK, jedoch noch nicht als GmbH; diese erfolgte erst 1978. Gründungsort war Durlach, der älteste Stadtteil von Karlsruhe. Hier ist die Firma auch heute noch beheimatet. Firmengründer war Dr.-Ing. Karl Schoeps (Jahrgang 1906), sein erster Mitarbeiter Dr.-Ing. Wilhelm Küsters (Jahrgang 1910); beide Absolventen des Studiengangs Nachrichtentechnik an der TH Karlsruhe.
Der für einen Mikrofonhersteller etwas ungewöhnliche Name rührt daher, dass man sich anfänglich allgemein mit Schallaufnahme– und Beschallungstechnik befasste, denn zur Gründungszeit hatte die Bevölkerung ein großes Bedürfnis nach Unterhaltung, das sie noch nicht — wie heute — mit Videorecorder und heimischem Bildschirm befriedigen konnte. Man ging ins Kino. Vor allem der Tonfilm erlebte deshalb seine erste Blütezeit, und im Hause SCHOEPS wurden Berechnungen für Kino-Beschallungsanlagen durchgeführt. Darüber hinaus beschäftigte man sich — zunächst noch in privaten Räumen, später in einem gemieteten Gebäude — mit dem Bau von Tonbandgeräten, die in kleiner Stückzahl gefertigt wurden. Doch schon im Gründungsjahr wurde auch das erste SCHOEPS-Kondensatormikrofon gebaut, das CMV 50/2, mit zwei der legendären Röhren RV 12 P 2000. Kapsel und Mikrofonkörper waren hier noch starr miteinander verbunden. Abmessungen: für heutige Verhältnisse unvorstellbare 320 mm Länge bei 80 mm Durchmesser.
In den ersten zwanzig Jahren der Firmengeschichte hatte SCHOEPS praktisch kein eigenes Vertriebsnetz. Dennoch wurde der Kundenkreis ständig größer. Dank der Freundschaft von Dr. Schoeps zu einem französischem Handelsvertreter, der über beste Kontakte zum Rundfunk verfügte, konnte dort schon in den 50ern eine bis heute erhaltene, beachtliche Marktposition erreicht werden. Weit mehr als die Hälfte der Fertigung wurde damals nach Frankreich exportiert.
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