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Firmengeschichte (Fortsetzung)

Während Dr. Küsters vor­nehmlich für die Technik und die Fer­tigung ver­ant­wortlich war, leitete Dr. Schoeps die Firma und vertrat sie auch nach außen. Aufgrund einer langsam fort­schrei­tenden Ver­schlech­terung seines Gesund­heits­zu­standes suchte Dr. Küsters einen Mit­ar­beiter zu seiner Unter­stützung, und so trat 1970 Jörg Wuttke in die Firma ein. Er war Schüler und Assistent des Erfinders des Interferenzrohr-​Richtmikrofons, Prof. Kurtze, der in Karlsruhe lehrte. Eigentlich wollte Herr Wuttke nach Ablegen seiner Diplom­prüfung nur prak­tische Berufs­er­fah­rungen sammeln und später pro­mo­vieren, doch es sollte anders kommen: Ende 1971 starb Dr. Küsters; Jörg Wuttke übernahm seine Position und blieb. 1973 hob er die bekannte Colette-​Serie mit aus der Taufe, die somit seit mehr 35 Jahren auf dem Markt ist und das umfang­reichste und viel­sei­tigste Mikro­fon­system darstellt.

In der Fol­gezeit wurden Kontakte vor allem zum deut­schen Rundfunk und Fern­sehen her­ge­stellt, wodurch SCHOEPS auch in Deutschland zu einem Begriff wurde. Jedoch war es nicht einfach, den Groß­mem­bran­mi­kro­fonen der damals in den Rund­funk­häusern bereits eta­blierten Kon­kurrenz etwas ent­ge­gen­zu­setzen. Alt­be­kanntes lediglich zu einem güns­ti­geren Preis anzu­bieten, konnte nicht der Weg sein. Folglich galt es, die Kunden von den spe­zi­ellen Vorzügen der Mikrofone kleiner Bauart zu über­zeugen, wie sie für SCHOEPS typisch sind.

1972 wurden erstmals die damals noch in sehr über­sicht­lichem Rahmen statt­fin­denden Aus­stel­lungen der AES (Audio Engi­neering Society) und des VDT (Verband Deut­scher Ton­meister) besucht.

1978 wurde die GmbH gegründet und 1980 trat Ulrich Schoeps, der Sohn des Gründers, in die Firma seines Vaters ein. Mit­ar­beiter und Kunden nahmen dies in einer Zeit der Fir­men­über­nahmen als ein hoff­nungs­volles Zeichen dafür, dass die Firma SCHOEPS auch in Zukunft als Fami­li­en­un­ter­nehmen wei­ter­be­stehen würde. Dr. Schoeps war zu diesem Zeit­punkt bereits 74, und man machte sich Gedanken über seine bis dahin nicht geklärte Nach­folge. 1986 wurde Ulrich Schoeps neben seinem Vater zweiter Geschäftsführer.

Jörg Wuttke,
zweiter Gesellschafter, bis Anfang 2007 Technischer Direktor

Die Gründung der Firma und die anfäng­liche Fer­tigung hatte noch in privaten Räumen statt­ge­funden, jedoch erfolgte recht bald der Umzug in ein zunächst gemie­tetes Gebäude, das 1965 zusammen mit dem Nach­barhaus erworben wurde. Hiermit ver­dop­pelte sich die zur Ver­fügung stehende Fläche. Ebenso wie ein Gewöl­be­keller gehen die Grund­mauern der Gebäude übrigens in vielen Teilen auf das Jahr 1662 zurück, womit sie zu den ältesten noch erhal­tenen in Durlach zählen. Über die Jahre waren die Fir­men­räum­lich­keiten zu eng geworden. Deshalb wurde ein auf dem Anwesen befind­licher ehe­ma­liger Tanzsaal zur Fer­ti­gungs­halle für mecha­nische Teile umgebaut und 1990 bezogen. Ende 1993 starb Dr. Schoeps, der bis zuletzt täglich die Firma besuchte. Sein Sohn übernahm die Geschäfts­führung. 1997 avan­cierte Herr Wuttke zum zweiten Gesell­schafter der GmbH.

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