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Mikrofonkapsel
MK 8

Colette

Bei Aufnahmen in MS-Technik weist die 0°-Achse, von einer Position hinter dem Mikrofon aus gesehen, nach links, und die auf der Mikrofon-Stirnseite eingravierte “8” ist exakt horizontal ausgerichtet. Das Mikrofon sollte hierbei in geringstem Abstand genau über oder unter dem Mikrofon für den M-Kanal liegen.

Die Natur des Druckgradientenempfängers wird bei diesem Kapseltyp sehr deutlich:

  • die Empfindlichkeit fällt zu tiefen Frequenzen hin ab;
  • das Richtdiagramm und damit das Bündelungsmaß sind außerordentlich wenig frequenzabhängig;
  • der Nahbesprechungseffekt ist ausgeprägt.
Der Klang der MK 8 ist relativ hell und neutral. Die Frequenzkurve fällt – physikalisch bedingt – bei 16kHz ab.

Beim Einsatz dieses Mikrofontyps als Stützmikrofon muss darauf geachtet werden, dass Erstreflexionen nicht aus kurzem Abstand rückseitig auf das Mikrofon treffen, da Schall aus dieser Richtung von der Kapsel gleich stark wie frontaler, jedoch mit umgekehrtem Vorzeichen aufgenommen wird, was bei höheren Frequenzen zu Kammfiltereffekten führen kann.

Die MK 8 ist besonders für den S-Kanal bei MS-Stereoaufnahmen geeignet, oder als Paar – unter einem Winkel von 90° übereinander angeordnet – für Blumlein-Stereofonie.

Das Bündelungsmaß der Acht ist genau so hoch wie bei der Niere, aber sie nimmt seitlichen Schall (aus 90° zur Hauptachse) nicht auf.

Bedienungsanleitung

Auch wenn die Fertigungstoleranzen gering sind, können Mikrofonkapseln gleichen Typs - gegen Aufpreis - gepaart geliefert werden.